Whoever closes his eyes to the past is blind to the present.
Richard von Weizsäcker

evangelische Kirchengeschichte

Die Pfarrei wird 1275 erstmals erwähnt und gehörte Mitte des 14. Jahrhunderts zum Landkapital Urach. Der damalige Bau dürfte eine Holzkirche mit steinernem Bau gewesen sein. Der Turm diente wohl ursprünglich dem Herrensitz der Herren von Walddorf als Burgfried.
Der Sprengel umfasste bis 1842 Häslach, Gniebel, Dörnach sowie seit der Reformation Rübgarten.

Kirche WalddorfUm die wachsende Zahl der sonntäglichen Gottesdienstbesucher aufnehmen zu können, musste die Kirche mehrmals erweitert werden.
So lässt sich die Baugeschichte in drei Bauabschnitte einteilen:
Die Kirche vor 1500 zeigte sich als eine bescheidene Kapelle im Fachwerkbau. Sie wurde 1497 dem Hl. Ägidius und der Veronika geweiht. Walddorf schloss sich mit seinem Pfarrer Peter Roth bereits im Jahr 1534 der Reformation an.
Die Kirche aus der Zeit zwischen 1500 und 1700 hatten einen Chorraum im Osten. Auf den quadratischen Turm bauten man eine Fachwerkaufsatz darüber ein 8-eckiges hohes Zeltdach mit malerisch überragenden Ecken. Bereits 1693 wird die erste Orgel erwähnt, weit früher als in anderen Gemeinden des Bezirks.
Um 1700 bekam die Kirche etwa ihre heutige Gestalt. Das Langhaus wurde nach Osten verlängert und der gothische Chor entfernt. Der Altar und die Kanzel wurden auf die Südseite, also an die Längsseite verlegt.
Das Gelaut besteht heute aus 4 Glocken.

GemeindehausDas evangelische Gemeindehaus Walddorf befindet sich an der Stelle des Pfalzgrafenhofes, direkt neben der Kirche. Das Gemeindehaus wurde neu gebaut und 1997 eingeweiht. 1999 wurden noch zwei Räume im Dachgeschoss ausgebaut.

PfarrheusDas Pfarrhaus stammt aus dem Jahre 1680. Auch die den Pfarrgarten umschließende Sandsteinmauer dürfte aus dieser Zeit stammen. Urspünglich gehörte noch eine Pfarrscheuer zum Anwesen. Dass die Pfarrer in früherer Zeit auch landwirtschaftlich tätig waren, zeigen die heute noch sichtbaren Spuren in den Kellerräumen des Pfarrhauses. Dort befinden sich noch die Futtertröge des ehemaligen Pferdestalles.
Die berühmtesten Bewohner des Pfarrhauses waren Pfarrer Friedrich Christoph Oetinger (1746-1752) und Vikar Gustav Werner (1836-1842).

Quellen:
Festschrift zu 800 Jahrfeier der Gemeinde Walddorf,
Offizielle Webseite der Evangelischen Kirche Walddorfhäslach

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