Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Blog ancestry24 - Familienforschung Schweiker & Eberle

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Am 10. Juli 1968 entlud sich um 21.37 Uhr über Pforzheim ein Tornado mit Orkanböen von weit über 300 Stundenkilometern. Er besaß die Stärke F4 auf der Fujita-Skala. Seinen Ursprung hatte der Tornado bereits am früheren Abend in Lothringen. Er legte etwa 130 Kilometer vom lothringischen Saartal bis in den baden-württembergischen Enzkreis zurück. Er zog in Frankreich eine 60 Kilometer lange und in Deutschland eine 35 Kilometer lange Schneise der Verwüstung.

In Deutschland wurden auf badischem Gebiet insgesamt 3328 Gebäude, auf württembergischen Gebiet 1007 Gebäude beschädigt. Schwere Schäden verursachte der Tornado unter anderem in Neubärental, wo 70 von 115 Gebäuden schwere Schäden erlitten.

Pforzheim war die größte Stadt auf dem Weg des Tornados, so dass es dort zu den meisten Gebäudeschäden kam. In der Nacht um 01:50 Uhr löste der damalige Oberbürgermeister Katastrophenalarm aus, der mehr als zwei Wochen gültig war.

Der Tornado zerstörte Streckenteile der Pforzheimer Kleinbahn von Pforzheim nach Ittersbach sowie die Oberleitung der Obuslinie zwischen Kupferhammer und Dillweißenstein. Der Gesamtschaden an Gebäuden und Fahrzeugen wurde in Pforzheim auf mehr als 100 Millionen Mark geschätzt. Mehr als 2.400 Gebäude wurden dabei beschädigt. Er forderte zwei Tote in Ottenhausen und im Stadtgebiet wurden mehr als 200 Menschen zum Teil schwer verletzt. Es gab es innerhalb einer bis zu 500 Meter breiten Schneise - ausgehend vom Oberen Enztal - vor allem in den Stadtteilen Sonnenberg, Waldwiesen, Dillstein, Rodviertel, Südstadt, Waldsiedlung, Buckenberg, Alt-Haidach und in der Hagenschießsiedlung erhebliche Schäden bis zur völligen Zerstörung von Gebäuden und Fahrzeugen. In den Wochen danach verunglückten noch einmal 130 bei den Aufräumarbeiten, ein Dachdecker starb dabei.

Am folgenden Tag berichtete die Pforzheimer Zeitung: "Viele der alten Bäume des Pforzheimer Stadtgartens lagen umgestürzt - ein Bild des Grauens, das noch durch die Verwüstungen am Reuchlinhaus unterstrichen wurde. Dort waren die meisten der großen Glaswände zertrümmert. Die Stadtbücherei war vom Wirbelsturm durcheinander geworfen und schwer beschädigt. [...] Dutzende Autos lagen übereinander getürmt in den Vorgärten, waren von umgestürzten Bäumen zertrümmert oder am Straßenrand ineinander geschoben. Die Oberleitung der O-Busse hing über dem Boden, Dächer waren völlig abgedeckt. Nur an wenigen Wohnungen sind Fensterscheiben, Balkongeländer oder Rolläden ganz geblieben. [...] Die Waldsiedlung auf dem Buckenberg ist weitgehend ihres Schmuckes beraubt. Die Tannen wurden teilweise wie Streichhölzer abgeknickt und stürzten mit donnerndem Krachen auf und zwischen die Siedlungshäuser."

 
   


Hardy Eberle, war damals 8 Jahere alt und kann sich noch an die Tornadonacht erinnern. Er wohnte damals im Badenwerk, sein Vater Peter war dort als Elektriker beschäftigt und musste ausrücken um die Schäden mit zu beseitigen.

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Clair Sch.
Autor: Clair Sch.Website: http://www.ancestry24.deE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Webmaster, Genealoge und Blogger
Ahnenforscherin seit 2003, blogge ich seit 2012 über meine Familie, meine Forschung und die Genealogie. Ich betreibe mehrere Webprojekte, die im Zusammenhang mit Familienforschung und Geschichte stehen.

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