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Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Genealogie - Familienforschung

Genealogie - KirchenbuchGenealogie, (griechisch: Geschlechterkunde), volkstümlich Ahnenforschung, eine sogenannte historische Hilfswissenschaft, befasst sich mit der Abstammung eines Lebewesens von anderen Lebewesen.

Bei Menschen kann man, von einer bestimmten Person als Proband ausgehend, die Abstammung in aufsteigender Linie und damit die Vorfahren beziehungsweise Ahnen (deshalb die volkstümliche Bezeichnung Ahnenforschung) einer Person betrachten oder in absteigender Linie die Nachkommen. Personen, die genealogisch miteinander verknüpft sind, gehören zu einer Verwandtschaft. Sobald die Beschreibung der Zusammenhänge über die biologischen Tatsachen hinausgeht, handelt es sich um Familiengeschichtsforschung. Die Darstellung der Zusammenhänge kann in aufsteigender Linie in Form einer Ahnentafel oder Ahnenliste erfolgen, in absteigender Linie als Nachkommentafel oder Nachkommenliste. Werden nur die männlichen Vorfahren oder Nachkommen erfaßt, so handelt sich um eine Stammtafel beziehungsweise Stammliste. Die verwandtschaftlichen Zusammenhänge der Einwohner einer Gemeinde werden in einem Ortsfamilienbuch dargestellt. Ein interessantes - aber völlig selbständiges Wissensgebiet - ist für Familiengeschichtsforscher die Namenforschung, die die Herkunft, Verbreitung und Bedeutung von Familiennamen untersucht.

Der Adel brauchte den Nachweis der Abstammung, um Besitzansprüche geltend zu machen oder die Qualifikation für bestimmte Ämter nachzuweisen. Dieser Nachweis erfolgt mittels der Ahnenprobe.
Etwa seit 1900 erfasste die Familiengeschichtsforschung auch das Bürgertum. 1933 verlangte das Berufsbeamtengesetz den Nachweis der sogenannten arischen Abstammung (zum Beispiel durch den Ahnenpass), und die Genealogie wurde zur Sippenforschung. Nach der Beseitigung der Nürnberger Gesetze im Jahre 1945 entwickelte sich die Familiengeschichtsforschung in den folgenden Jahrzehnten zu einer weit verbreiteten Freizeitbetätigung.

Die Familienforschung teilt sich in mehrere Bereiche auf. Da gibt es die Ahnenforschung, die Stammbaumforschung und die Familienforschung.

Ahnenforschung
Bei der Ahnenforschung werden hauptsächlich die direkten Vorfahren einer Familie herausgesucht und in Form von Geburts-, Hochzeits- und Sterbedaten sowie den Berufen in einer Ahnenliste dargestellt.

Stammbaumforschung
Bei der Stammbaumforschung wird hauptsächlich nur eine Linie der Vorfahren zurück verfolgt. Dabei werden die männlichen Vorfahren mit ihren Geschwistern herausgesucht und in Form von Geburts-, Hochzeits- und Sterbedaten sowie den Berufen in einem Stammbaum dargestellt.
Bei diesem Stammbaum beginnt man mit den ältesten gefundenen Vorfahren und fügt alle Nachfahren hinzu. In früheren Zeiten wurden nur Söhne in einem Stammbaum dargestellt, da die Töchter den Familiennamen nicht weiterführen. Diese Entscheidung Töchter mit einzufügen bleibt jedoch jedem selbst überlassen.

Familienforschung
Die Familienforschung ist eine der umfangreichsten Arbeiten. Hierbei werden nicht nur Vorfahren und deren Geschwister herausgesucht, sondern auch die Familien der Nebenlinien. In wie weit man diese Forschung ausbaut ist jedem selbst überlassen. Zudem bedarf die Familienforschung meist einer jahrelangen Arbeit.


Quellen:

1. Wikipedia: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Genealogie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. [Stand 21.03.2012]