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Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Blog ancestry24 - Familienforschung Schweiker & Eberle

Willkommen auf unserem Familien-Blog. Hier veröffentlichen wir mehr oder weniger regelmäßig Beiträge zu unsereren Erfahrungen aus der Familien-Forschung, z.B. Ergebnisse unserer Suchen oder auch kleine Familiengeschichten und Ereignisse im Leben unserer Vorfahren. Die meisten der Blogbeiträge sind in Deutsch, nur einige Beiträge wurden und werden auch in Englisch angeboten.

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Der Brauch, einen Osterbrunnen zu schmücken, stammt ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz. Das Schmücken des Dorfbrunnens war ein feierlicher Akt in Kleinstädten oder in Dörfern während der Osterzeit. Dabei wurde der Brunnen oder die Wasserquelle des Dorfes festlich geschmückt.

Mündlichen Überlieferungen zufolge wurde der erste Osterbrunnen im Jahr 1908 in der Gemeinde Aufseß bei Nürnberg geschmückt. Das Schmücken des Osterbrunnens ist inzwischen jedoch auch in anderen Teilen Deutschlands weit verbreitet. Beliebte Osterdekorationen dafür waren vor allem viele bunt bemalte Ostereier, die häufig in Form einer Krone angeordnet wurden. Doch auch frisch geschlagene junge Äste, Blumen und Papierbänder in allen Regenbogenfarben wurden gern als Osterschmuck verwendet.

OsterbrunnenVor der eigentlichen Prozedur des Schmückens war eines sehr wichtig: Die Reinigung des Brunnens. Dabei gab es bei den weiblichen und männlichen Dorfbewohnern eine Arbeitsaufteilung. In einem ersten Arbeitsschritt mussten die Knaben beim sogenannten „Brunnenfegen“ den Brunnen gründlich reinigen.

Anschließend kamen die Mädchen mit dem Osterschmuck dazu und dekorierten fleißig die Quelle. Somit wurde der Brunnen zu einer kleinen Attraktion im Dorf. Anschließend wurde um den Brunnen herum fröhlich gesungen und ausgelassen getanzt.

Der Hauptgrund für das Schmücken der Dorfquelle lag womöglich darin, den Brunnen als wasserspendenden und lebenswichtigen Bestandteil einer Gemeinde zu ehren und seine Dankbarkeit dafür zu zeigen. Denn in früheren Zeiten sicherte ein gefüllter Brunnen das Überleben vieler Menschen und Tiere und war somit ein kostbares Gut. Etwas, das nicht immer als selbstverständlich anzusehen war.

Seit den 1980er Jahren wurde dieser Brauch auch in anderen Teilen Deutschlands immer beliebter. Auch heutzutage werden an Ostern in vielen Orten in ganz Deutschland zahlreiche Brunnen geschmückt. Seit ein paar Jahren gibt es jedoch einen starken Konkurrenzkampf zwischen den Kleinstädten, mit dem Ziel, so viele Touristen wie möglich anzulocken. Üblicherweise werden die Osterbrunnen in den Gemeinden ab Palmsonntag geschmückt (traditionell erst ab Karsamstag) und bleiben es bis zwei Wochen nach Ostern.

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Cordula Eberle
Autor: Cordula EberleWebsite: http://www.ancestry24.deE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Webmaster, Genealoge und Blogger
Ahnenforscherin seit 2003, blogge ich seit 2012 über meine Familie, meine Forschung und die Genealogie. Ich betreibe mehrere Webprojekte, die im Zusammenhang mit Familienforschung und Geschichte stehen.

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