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Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Blog ancestry24 - Familienforschung Schweiker & Eberle

Willkommen auf unserem Familien-Blog. Hier veröffentlichen wir mehr oder weniger regelmäßig Beiträge zu unsereren Erfahrungen aus der Familien-Forschung, z.B. Ergebnisse unserer Suchen oder auch kleine Familiengeschichten und Ereignisse im Leben unserer Vorfahren. Die meisten der Blogbeiträge sind in Deutsch, nur einige Beiträge wurden und werden auch in Englisch angeboten.

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Die Geschichte der USA ist die Geschichte ihrer Einwanderer. Beginnend mit den ersten englischen Siedlern, die 1620 mit der „Mayflower“ anlandeten, ließen sich im 17. Jahrhundert immer mehr Europäer in Nordamerika nieder;,davon so viele Deutsche, dass Benjamin Franklin 1751 davor warnte, Pennsylvania könne ein deutschsprachiges Land werden. Im 19. Jahrhundert folgten schließlich weitere Phasen europäischer Einwanderung, die aus meist wirtschaftlichen Beweggründen erfolgten, teilweise aber auch vor dem Hintergrund politischer Repression etwa nach der Revolution im Jahr 1848 in Deutschland zu sehen sind. Im 19. Jahrhundert verließen etwa 52 Millionen Menschen Europa, 32 Million davon in Richtung USA. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts kamen die meisten US-Einwanderer aus Großbritannien und Irland. Die stark wachsende Bevölkerung im frühen 19. Jahrhundert, Umbrüche in der Landwirtschaft und die einsetzende Industrialisierung hatten zu ökonomischer Unsicherheit für einen großen Teil der Deutschen Bevölkerung geführt. Sie stellten zwischen 1850 und 1890 die zahlenmäßig größte Gruppe unter den Einwanderern. In den 1880ern wanderten jedes Jahr etwa 120.000 Deutsche in die USA ein.

Viele der Einwander waren qualifizierte Fachkräfte, die mithalfen, die noch junge und wachsende Wirtschaft der USA aufzubauen. Im Jahr 1870 waren die häufigsten Berufe der deutschen Einwanderer aus den Bereichen Produktion und Handel von Nahrungs- und Genussmitteln sowie Bekleidung, handwerkliche Berufe wie Schlosser, Zimmermänner und Graveure, Viehwirtschaft
und schließlich Musiker und Instrumentenbauer, vor allem Klavierbauer. Insgesamt waren Deutsche in Handwerks- und Dienstleistungsberufen präsent.

Um 1890 änderte sich die Situation. Zum einen wurden die bis dahin stark nachgefragten Berufe der Deutschen zunehmend von Süd- und Osteuropäern ausgefüllt, und zum anderen besserte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland durch die zunehmende Industrialisierung, so dass sich weniger Personen für die Auswanderung aus Deutschland entschieden.

Die Spitze der Zuwanderung wurde in den Vereinigten Staaten vor dem Ersten Weltkrieg erreicht, als bei anfänglich 80 Millionen Einwohnern mehr als zehn Jahre lang jährlich 800.000 bis 1,2 Millionen Menschen einwanderten.

Nicht alle Einwanderer blieben für immer in den USA. Zwischen 1815 und 1914 kehrte etwa jeder Dritte europäische Einwanderer wieder in sein Heimatland zurück.

Den historischen Bedingungen ihrer Entstehung folgend begannen die USA erst Anfang des 19. Jahrhunderts auf nationaler Ebene eine Einwanderungspolitik zu formulieren. Die Staatsbürgerschaft wurde erst 1790 mit dem Naturalization Act national vereinheitlicht. Durch die Territorialgewinne in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erweiterte sich das Staatsgebiet stetig und so gab es auch einen stetigen Bedarf an Arbeitskräften; entsprechend liberal war weiterhin die Einwanderungspolitik. Mit dem Homestead Act von 1862 bot die US-Regierung allen Siedlern Land in den neuen Gebieten an, sofern diese sich verpflichteten, es für mindestens fünf Jahre zu bestellen.

Allen Einwanderern aus Europa war gemeinsam, dass die Einreise eine lange Ozeanüberquerung voraussetzte, die teuer, strapaziös und auch gefährlich war. In vielen deutschen Gemeinden waren in der Mitte des 19. Jahrhunderts staatlich konzessionierte Agenturen tätig, die Ausreisewillige anwarben und die Reise zum Hafen wie auch die Ozeanfahrt selbst organisierten. Die lokalen Behörden unterstützten diese oft, weil sie die Emigration zur Armutsbekämpfung fördern wollten. Hatten die Auswanderer, die meist entweder ledige junge Männer oder junge Familien waren, einen Überseehafen wie Antwerpen oder Le Havre erreicht, schloss sich eine Segelschifffahrt von vier bis sechs Wochen an. Dampfschiffe verkürzten die Überfahrt erheblich auf ein bis zwei Wochen, waren aber nicht vor den 1860er Jahren für normale Reisende erschwinglich. Die Gefahr, auf einer dieser Reisen zu sterben, war mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1
Prozent recht hoch; gerade Epidemien auf den schlecht gelüfteten Passagierdecks trugen dazu bei. So war für Säuglinge die Sterblichkeitsrate mit 25 Prozent noch dramatisch höher. Die meisten der schwäbischen Emigranten hatten Ersparnisse dabei und konnten ihre Reisekosten selbst bezahlen. Nur etwa 15 Prozent reisten mit geringen eigenen Mitteln und waren auf öffentliche Zuschüsse angewiesen. Oft wurden Tickets aber auch von Verwandten in den USA im Voraus bezahlt. Bei ihrer Ankunft in New York, wo 95 Prozent der dokumentierten Personen
landeten, wurden die Neuankömmlinge zunächst meist von Freunden oder Verwandten aufgenommen. Der überwiegende Teil verließ die Stadt innerhalb weniger Tage wieder, um zum Beispiel in die großen landwirtschaftlichen Gebiete im Mittleren Westen weiterzureisen, und sich dort niederzulassen

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Cordula Eberle
Autor: Cordula EberleWebsite: http://www.ancestry24.deE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Webmaster, Genealoge und Blogger
Ahnenforscherin seit 2003, blogge ich seit 2012 über meine Familie, meine Forschung und die Genealogie. Ich bin Mitglied im Verein für Computergenealogie und betreue dort das Projekt Familienanzeigen. Webmaster verschiedener Websites.

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