Whoever closes his eyes to the past is blind to the present.
Richard von Weizsäcker

Forschung fängt ganz vorne an, bei sich selbst bzw. bei seinen Eltern.

Zuerst besorgt man sich als die Geburts- und Heiratsurkunden der Eltern. Diese sind ja in 99,9% der Fälle sicher zu bekommen. In diesen Geburtsurkunden stehen dann jeweils Angaben zu den Eltern. Man kann Informationen zu Geburtsdatum, Geburtsort oder auch letztem Wohnort der Eltern erfahren. Betonung liegt auf kann, denn es gibt auch Ausnahmen und es hängt von der Zeit ab, in die das Ereignis fällt. In verschiedenen Zeiten waren verschiedene Urkunden üblich.

Der nächste Schritt ist, mit den Angaben aus diesen Urkunden den nächsten Schritt zu gehen und die Urkunden der Großeltern anzufordern, aus denen man ebenfalls Informationen über deren Eltern erhält. Damit kann man dann wieder eine Generation höher gehen.

Wichtig sind auch die Eheurkunden, die ebenfalls solche Informationen enthalten und weiter helfen können, wenn die Geburtsurkunden nicht alle gewüschten bzw. benötigten Informationen enthalten.

Auch wichtig ist es, sich möglichst die Originalkopien der Urkunden anzufordern, denn auf vielen Urkunden gibt es Randvermerke und Zusatzinformationen, die auf Abschriften nicht enthalten sind. Die Randvermerke können Informationen über Kinder, Scheidungen, weitere Ehen oder die Todesdaten enthalten.

Diese sogenannten Personenstandsurkunden gibt es in Deutschland ca. ab 1875 (in verschiedenen Regionen kann das Jahr abweichen), im Rheinland sogar ab ca. 1800. Jeder hat das Recht, die Urkunden seiner direkten Vorfahren zu erhalten. Urkunden von anderen Familienmitgliedern unterliegen den Schutzfristen des Personenstandsgesetzes.

Die Kosten für die Anforderung von Urkunden sind nicht einheitlich geregelt. Liegen die Urkunden noch beim Standesamt, kann man mit 7,00 € oder 12,00 € dabei sein, sind die Urkunden bereits im Archiv sind die Kosten höher, da die Archivgebühren höher sind. Deshalb ist es angeraten, vor allem bei Archivrecherchen immer eine Kostenanfrage zu stellen, bzw. eine Kostenobergrenze zu setzen, bei deren Überschreitung man eine Rückmeldung möchte.

Teile diesen Artikel

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
Clair Sch.
Author: Clair Sch.Website: http://www.ancestry24.deEmail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Webmaster, Genealoge und Blogger
Ahnenforscherin seit 2003, blogge ich seit 2012 über meine Familie, meine Forschung und die Genealogie. Ich betreibe mehrere Webprojekte, die im Zusammenhang mit Familienforschung und Geschichte stehen.

Add comment