Whoever closes his eyes to the past is blind to the present.
Richard von Weizsäcker

aktueller Name: Borodino
Zugehörigkeit: Ukraine
Gründungsjahr: 1814
Kirchspiel: Klöstitz
Kreis: Akkerman
Religion: evangelisch-lutherisch
Landmenge: 7.612 ha
Deutsche Bewohner: 2.719
Fremdstämmige: 44

GedenksteinBorodino ist eine Siedlung städtischen Typs mit etwa 1.800 Einwohnern in der Ukraine. Sie befindet sich westlich von Odessa in der Oblast Odessa zwischen dem Schwarzen Meer und der nördlich verlaufenenden Grenze zu Moldawien. Der 12 km nördlich von Beresyne am Fluss Saka (deutsch Sak) am Nordrand der südbessarabischen Steppe gelegene Ort ist Teil des Rajons Tarutyne.

Der Ort entstand 1814 als Dorf Nummer 1 durch die Ansiedlung deutscher Kolonisten (100 Familien), den sogenannten Bessarabiendeutschen, in diesem Gebiet. Zar Alexander I. rief in einem Manifest von 1813 deutsche Kolonisten ins Land, um die neu gewonnenen Steppengebiete, welche er in einem Krieg den Türken abgerungen hatte, zu kultivieren.

Der ursprüngliche Ortsname „Sak“ leitete sich vom Fluss an dem die Siedlung gegründet wurde ab, danach wurde er kurzzeitig auch zu Ehren des russischen Kaisers „Alexander“ genannt, bekam aber schnell seinen heutigen Namen, der an die Schlacht von Borodino hinweisen soll. Auf Weisung der russischen Ansiedlungsbehörde wurden viele neu gegründete Siedlungen, wie auch Borodino, nach Orten von siegreichen Schlachten gegen Napoleon I. benannt.

Borodino war bis 1940 eine Siedlung mit überwiegend deutschen Bewohnern. Von der Siedlungsgründung bis zur freiwilligen Umsiedlung der Einwohner im Jahre 1940 ins Deutsche Reich wuchs der Ort auf rund 3.000 Personen an. Borodino gehörte wie ganz Bessarabien bis zum Jahre 1917 dem russischen Zarenreich an. Nach dem Ersten Weltkrieg war es rumänisches Staatsgebiet. Ab dem Jahre 1944 (und kurzzeitig 1940 bis 1941) gehörte es zur Sowjetunion, und seit deren Zerfall 1991 ist es heute ukrainisches Staatsgebiet. Seit 1961 ist der Ort eine Siedlung städtischen Typs.


Quellen:

1. Wikipedia: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Borodino (Tarutyne) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. [Stand 26.04.2012]

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