Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Es wird angenommen, das die Familie Benz aus Benzenzimmern im Ostalbkreis stammt, zwischen Ellwangen und Nördlingen gelegen. Frauenalb hatte ab 1197 dort Besitz und Rechte. Bis etwa 1450 wurde insbesondere der Grundbesitz durch Zukäufe ausgebaut. Danach verlor das Kloster zunehmend das Interesse an dem weit entfernt gelegenen Eigentum und "verkaufte 1481 das Dorf mit Vogtei, Diensten, Gülten, Zinsen, Rechten, der Frühmesse sowie den Kirchensatz zu Munzingen für 6.000 fl. an das Kloster Kirchheim im Ries" (zit. nach Geiges). Es wird damit angenommen, dass der oder die "Benze" nach dem Verkauf in das Klostergebiet Frauenalb übersiedelten und den Namen von ihrem Herkunftsort erhielten. Es würde dann auch einiges dafür sprechen, dass die "Benze" der Klosterdörfer demselben "Stamm" entspringen. Genealogisch zu sichern ist dies aber wohl nicht.

Winfried A. Seidel schreibt in seinem Buch „Carl Benz – eine badische Geschichte“ (Edition Diesbach):

Das Geschlecht der Familie Benz lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurück verfolgen. Westlich von Nördlingen lag das Lehensgut Cimborn, Eigentümerdes Gutes war das Kloster Frauenalb. Auf diesem Gut lebte das Geschlecht der Benz. Im Schutz des umfriedeten Hofes siedelten bald Bauern an. So entstand der Ort Benzenzimmern

Bereits 1341 taucht ein Benz als „Gemeindehaupt“ in den Urkunden auf. Und zu Beginn des 16. Jahrhunderts kam ein Benz ins Schwarzwälder Albtal und erhielt „durch Privileg des Klosters Frauenalb ein Lehensgut in dem kleinen Ort Spessart zur Pacht. Am 13. November des Jahres 1525 (Anm.: also kurz nachdem die Bauernaufstände blutig niedergeschlagen waren) wurde dem Michel Benz zu Spessart ein ‚Erblehen‘ gewährt.“

1699 war es dann soweit: Der Schmiedemeister Wipfler von der Dorfschmiede in Pfaffenroth (kommt vermutlich von „Rodung der Pfaffen“) war gestorben. Der Autor (Winfried A. Seidel) hat recherchiert: >>Die Frauenalber Äbtissin übertrug die „Handwerksrechte des Schmiedehandwerks der Huf- und Nagelschmiede“ zu Pfaffenroth an Hanss Georg Benz<< - Fünf Silbergulden, fünf Maß Hafer und vier Hühner (das war der „Klein-Zehnt“) musste der Schmied an das Benediktinerkloster abliefern. Um Jahr 1735 legte dann ein Benz (Hanss Adam) als Schultheiß von Pfaffenroth das Treuegelöbnis gegenüber der Äbtissin von Frauenalb ab. Hanss Adam Bentz (1694 - 1747) hatte, soweit bekannt, zwei jüngere Brüder mit Namen Jacob (1695 - 1765) und Franz (1704 - 1759). Der Vater der 3 Brüder war der erwähnte Schmied Hanss Georg Ben(t)z.

1. Bentz Hanss Adam, geb. 1694, Marxzell (Pfaffenrot), Karlsruhe, Baden-Wuerttemberg, Deutschland, gest. 28 Dez 1747, Marxzell (Pfaffenrot), Karlsruhe, Baden-Wuerttemberg, Deutschland (Alter 53 Jahre)

2. Bentz Jacob, geb. 1695, Marxzell (Pfaffenrot), Karlsruhe, Baden-Wuerttemberg, Deutschland, gest. 27 Feb 1765, Marxzell (Schielberg), Karlsruhe, Baden-Wuerttemberg, Deutschland (Alter 70 Jahre)

3. Bentz Franz, geb. 1704, Marxzell (Pfaffenrot), Karlsruhe, Baden-Wuerttemberg, Deutschland, gest. 3 Dez 1759, Marxzell (Pfaffenrot), Karlsruhe, Baden-Wuerttemberg, Deutschland (Alter 55 Jahre) - Oberurgroßvater (Urgroßvater in 7. Generation)

Quelle:
1. W.A. Seidel „Carl Benz, eine badische Geschichte“, geb. 117 Seiten, Edition Diesbach
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