Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Namensherkunft und -bedeutung


1) Aus der alten oberdeutschen, bis ins mitteldeutsche Gebiet hineinreichenden Bezeichnung für den Bäcker (mhd. becke) entstandene Familiennamen. Bereits seit ältester Zeit wurde Brot aus gemahlenem Getreide (Gerste, Spelz, Dinkel, Roggen, Hafer und Weizen) gebacken. Es handelte sich dabei zunächst um eine Art Fladenbrot, das aus gebackenem Getreidebrei hergestellt wurde. Erst später ermöglichte die Verwendung von Hefe und Sauerteig die Zubereitung lockerer Brotsorten. Die Backkunst entwickelte sich zuerst in den Klöstern und herrschaftlichen Höfen. Sie wies später, vor allem in den großen mittelalterlichen Städten, eine große Spezialisierung auf. Hiervon zeugen noch Familiennamen wie »Flader, »Hipper, »Kuchler/Küchler, »Mutschler, »Semmler, »Zelt(n)er u.a. Den Bäcker, der verkouft luft für brot unde machet ez mit gerwen [Hefe], daz ez innen hol [hohl] wirt, tadelt der berühmte Franziskaner Berthold von Regensburg (13. Jh.) in einer seiner Predigten. Aus dem Spätmittelalter sind Vorschriften erhalten, die die Qualität, das Gewicht und den Preis der Brote regelten. So wurde z.B. in Regensburg durch Probewägung auf einer Stadtwaage das Gewicht der üblichen Brote kontrolliert. Die Verordnung des Rates betonte hierbei ausdrücklich, dass das Gewicht gleich bleiben müsse, wie hoch das Brot auch aufgegangen sei. Neben den Bäckern, die ihre Erzeugnisse im eigenen Laden oder auf dem Markt verkauften, gab es auch solche (»Hausbeck), die gegen Lohn den von den Kunden hergestellten Teig fertig buken.

2) Im niederdeutschen Raum liegt ein Wohnstättenname für jemanden, der an einem Bach (mnd. beke) wohnte, oder ein Herkunftsname zu den in Westfalen häufigen Ortsnamen Beck, Becke vor.

 

Verbreitung


Beck

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