Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Siebenbürgen oder Transsilvanien (rumänisch Ardeal oder Transilvania nach lat. Transsilvania, ung. Erdély) ist ein historisches und geografisches Gebiet im südlichen Karpatenraum mit einer abwechslungsreichen Geschichte. Es ist seit 1918/20 ein Teil von Rumänien, zuvor gehörte es zu Österreich-Ungarn.

Aus genealogischen Forschungen lässt sich ableiten, dass vielfältige Beziehungen zwischen dem deutschen Südwesten und Siebenbürgen vorliegen. Bekannt ist die im Jahre 1744 in Baden einsetzende Gruppenauswanderung nach Siebenbürgen. Es waren um die 530 Personen, die damals vom evangelischen Markgräflerland nach Siebenbürgen zogen.Im Hanauer Land zwischen Kehl und Rastatt (damals zu Hessen-Darmstadt) und in der Herrschaft Lahr (damals zu Nassau-Saarbrücken), erfasste 1770 viele Familien das "Emigrationsfieber" und sie wanderten nach Siebenbürgen aus. Auch aus dem reichsritterschaftlichen Gebiet Ortenau zogen damals von Allmannsweiler und Nonnenweier einige Familien nach Siebenbürgen. Im siebenbürgischen Komitat Sathmar wurde 1776 eine Gruppe Markgräfler in Hadad auf dem Gut des Grafen Wesselényi angesiedelt. 1753 werden zwölf Familien aus Talheim bei Heilbronn genannt, die sich in Hamlesch niedergelassen haben.

Die letzte größere Zuwanderung aus dem deutschen Südwesten erfolgte 1845 - 48 aus dem Königreich Württemberg. Die Anzahl der Schwabeneinwanderer wurde von siebenbürgischen Publizisten früher mit 1460 bzw. 1885 Personen genannt. Die von der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in den letzten Jahren angelegten rund 800 Familienblätter enthalten die Daten von 2514 Personen, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts von Württemberg nach Siebenbürgen auf den Weg begaben. Am stärksten waren als Auswanderungsgebiete betroffen: Oberamt Balingen (518 Personen), Oberamt Tübingen (383 Personen), Oberamt Rottenburg/Neckar (326 Personen), es folgen die Oberämter Schorndorf, Waiblingen, Backnang, Marbach, Besigheim und Sulz. Gründe für die Auswanderung waren vor allem Trockenheit, Hagel, Missernte, Hungersnot, Armut, Kinderreichtum, karger Boden.


Quellen:

1. Wikipedia: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Siebenbürgen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. [Stand 26.04.2012]

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