Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Ein Zweig der Vorfahren väterlicherseits führt im 16. Jahrhundert nach Bayern in den heutigen Landkreis Aschaffenburg. Der Ahnenvater (Urgroßvater in 11. Generation), Ahnengroßvater (Urgroßvater in 12. Generation) und Ahnenurgroßvater (Urgroßvater in 13. Generation) sind in der Zeit um 1550 bis 1585 in Pflaumheim geboren. Alle hatten den "Hans" Knecht.

Das Heimatbuch berichtet aus dieser Zeit: »Schlimm erging es dem Bachgau (Der Bachgau ist das geschichtliche Umfeld Pflaumheims schlechthin. Zum Bachgau zählen die Orte Großostheim mit den Ortsteilen Ringheim, Pflaumheim und Wenigumstadt, die Gemeinde Schaafheim mit den Ortsteilen Mosbach und Radheim, sowie die Gemeinde Stockstadt am Main. Ursprünglich war der Bachgau königliches Dominialgut. 1278 kam der gesamte Bachgau zum Kurfürstentum Mainz.) während des Schmalkaldischen Krieges. Das schmalkaldische Bundesheer kam auf seinem Rückzug am 8. Dezember 1547 in den Bachgau und vor Aschaffenburg. Es verübte schwere Gewalttätigkeiten; was man nicht verzehren konnte, wurde zerstört, Vieh, Frucht und Wein wurden fortgeführt.« Und weiter: »1552 zogen die Raubheere des Marktgrafen Albrecht von Brandenburg und des Grafen Christoffel von Oldenburg sengend, brennend und mordend durch das Mainzer Obererzstift, jede Stadt, jedes Dorf, jeden Hof einäschernd, der nicht alles hergab, und besonders die geistlichen Besitzungen mit Feuer verheerend. Am 05. Juli erschienen sie vor Aschaffenburg; die Stadt mußte sie einlassen, 100000 Gulden Brandschatzung zahlen und dafür Geißeln stellen. Trotzdem wurden das Schloß, die Häuser der Adeligen und einiger Geistlichen beim Abzug angezündet. Nilkheim, das schon vorher unter Überschwennnungen des Maines und verheerenden Seuchen viel zu leiden hatte, wurde 1552 größtenteils niedergebrannt. Daher mag es auch kommen, daß um 1560 und 1570 sowohl in Pflaumheim als auch in Großostheim die Dorfmauern teils verstärkt, teils neu aufgebaut wurden, um gegen ähnliche Überfälle besser geschützt zu sein.«

 

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