Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Ansicht der Kolonie KlöstitzKlöstitz wurde 1815 von 134 deutschen Siedlerfamilien als Groß- bauerndorf in zusammen- hängender Lage gegründet. Die ersten Siedler waren Württem- berger, Schwaben, Pfälzer und Preußen. Jede Familie besaß mit ihrem Hof rund 65 Hektar Land. In der Regel hatte der Hofplatz die Größe einer Dessjatine (1,092 ha) und war ca. 250 Meter lang und 40 Meter breit. Hinter dem bebauten Teil war also noch genügend Raum für einen großen Obst- und Gemüsegarten. Bereits 1859 hatte der Ort 1.334 Einwohner. Er gehörte zum Kreis Akkerman (heute Belgorod-Dnestrowski) und lag südöstlich von Borodino und östlich von Beresina (ebenfalls deutsche Kolonien) am westlichen Rand eines weiten Tals in der Steppenlandschaft. Klöstitz lag auf fuchtbarem Boden. Wenn es ausreichend regnete, konnte mit hervorragenden Erträgen gerechnet werden; blieb der Regen aber aus, mußte man sich auf schreckliche Mißernten einstellen. Der Fluß Tschaga durchfloß das Gebiet der Gemeinde von Norden kommend Richtung Süden. Nach den anfänglichen Ortsbezeichnungen "Emaut" und "Tscharga" erhielt der Ort auf Anordnung der russischen Regierung - die die Orte in den deutschen Siedlungsgebieten in Bessarabien nach den Orten ihrer Schlachten gegen Napoleon benannt haben wollte - im Jahr 1818 den amtlichen Namen "Kleastit", nach der Ortschaft Kljastitz an der Nischtsche, einem Nebenfluss der Düna. Später hat sich die deutsche Schreibweise „Klöstitz“ eingebürgert.

Zur Zeit der Umsiedlung 1940 zählte das Dorf 717 Familien und es hatte 3.212 Einwohner, davon bis auf 82 alles Nachkommen deutscher Siedler.


Quellen:

1. Reule, Ingrid (01.07.2011): Klöstitz-Homepage: URL http://www.kloestitzgenealogy.org [Stand: 26.04.2012]

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