Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker

Der Zweite Weltkrieg war der erneut auf globaler Ebene geführte Krieg sämtlicher Großmächte des 20. Jahrhunderts und stellt den bislang größten und verlustreichsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte dar. Insgesamt waren an diesem weltweit geführten Krieg 27 Nationen beteiligt. In Europa waren fast alle Länder von dem Kriegsgeschehen direkt betroffen. Zunächst gelang es den deutschen Truppen, die meisten europäischen Länder zu erobern. Doch besiegen konnte es seine Gegner nicht. Auslöser des Krieges war der Angriff des Deutschen Reiches auf Polen ohne vorherige Kriegserklärung am 1. September 1939.

Im August 1939 schlossen Deutschland und die Sowjetunion überraschend einen Nichtangriffspakt. In einem geheimen Zusatzprotokoll des Paktes wurde die Aufteilung Europas in geographisch genau bezeichnete, aber ansonsten nicht näher definierte "Interessensphären" beschlossen. Dies lief letztlich auf die Aufteilung von Polen zwischen Deutschland und der UdSSR, sowie die einseitige Eroberung bzw. Besetzung weiterer Gebiete sowie weiter Teile Rumäniens durch die UdSSR hinaus.

Um die Invasion Polens zu rechtfertigen, fingierte die deutsche Seite mehrere Vorfälle. Der bekannteste ist die vorgetäuschte Überfall auf den Sender Gleiwitz von als polnische Widerstandskämpfer verkleideten SS-Angehörigen am 31. August. Dabei verkündeten diese in polnischer Sprache die Kriegserklärung Polens gegen das Deutsche Reich.

Am 17. September nach der Zerschlagung der organisierten polnischen Verteidigung durch die Wehrmacht, dem Zusammenbruch des polnischen Staates und der Flucht der polnischen Regierung nach Rumänien begann die Rote Armee in der Übereinstimmung mit dem geheimen Zusatzprotokoll des Nichtangriffspaktes zwischen dem Deutschen Reich und der UdSSR Teile Ostpolens zu besetzen, dabei ist die Rote Armee auf keinen organisierten militärischen Widerstand gestoßen. Diese Aktion hatte erst am 18 Dezember 1939 eine Deklarierung eines Kriegszustandes mit der Sowjetunion seitens der Polnischen Exilregierung zur Folge. Eine Kriegserklärung des Vereinigten Königreichs und Frankreichs an die Sowjetunion erfolgte nicht.

Am 8. Oktober teilten sich das Deutsche Reich und die Sowjetunion im Abkommen von Brest-Litowsk das eroberte Gebiet durch eine Demarkationslinie. Die anschließende Besatzungszeit war von extremen Repressalien der Besatzer gegen die Zivilbevölkerung geprägt. Deportationen zur Zwangsarbeit waren nur die sichtbarste Ausprägung, insbesondere die polnischen Juden wurden Opfer der national-sozialistischen Rassen-Politik. Im östlichen Teil Polens gingen sowjetische Besatzer ähnlich brutal gegen "Klassenfeinde" vor.
Der schnelle Sieg über Polen prägte den Begriff "Blitzkrieg" und die taktische Kriegführung Deutschlands bis Ende 1941.

In den folgenden Jahren entwickelte sich ein Krieg, der alle Kontinente umfasste und mehr als 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Die Achsenmächte Deutsches Reich, Italien und Japan führten Eroberungsfeldzüge gegen angrenzende Staaten, die sie ihren Interessen unterordnen wollten. Ihre militärischen Hauptgegner waren anfangs Frankreich, Großbritannien und die Republik China. Nach dem 1941 von der deutschen Seite begangenen Bruch des Nichtangriffspakts in Form einer Invasion war auch die Sowjetunion wieder in die Kampfhandlungen verwickelt.

Im Jahr 1941 traten die USA in den Krieg gegen Deutschland ein. Zusammen mit den anderen Verbündeten (Alliierten) befreiten sie die Gebiete, die von den deutschen Armeen besetzt worden waren. Die deutschen Truppen wurden besiegt. Der Diktator beging am 30. April 1945 in Berlin Selbstmord. Deutschland kapitulierte und am 9. Mai 1945 trat ein Waffenstillstand in Kraft.

Doch damit war der Zweite Weltkrieg noch nicht beendet. Japan hatte in Asien Krieg gegen die USA geführt. Erst Anfang September 1945 gab die japanische Regierung auf, nachdem amerikanische Bomber Atombomben auf die japanischen Großstädte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Viele hunderttausend Menschen waren dabei getötet oder schwer verletzt worden.

Der Zweite Weltkrieg forderte ca. 55 bis 60 Millionen Menschenleben. Er war seitens der Achsenmächte durch eine starke rassistische Ideologisierung geprägt, die zu zahlreichen Kriegsverbrechen und gewaltsamen, zumeist systematischen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung führte. Mit Kriegsverlauf und Kriegführung war auch untrennbar der Holocaust verbunden, dem allein sechs Millionen Juden zum Opfer fielen. Auch Sinti und Roma und andere Minderheiten sind verfolgt und getötet worden. Dass die Zivilbevölkerung im Vergleich zum Ersten Weltkrieg noch stärker von den Kampfhandlungen direkt betroffen war, lag außerdem an der verstärkten Entwicklung der Rüstungsindustrie. Sie ermöglichte nicht zuletzt die großflächige Bombardierung ganzer Wohngebiete in Europa und Asien, besonders gegen Ende des Krieges.

Deutschland, das den Krieg verloren hatte, wurde zunächst von den Truppen der Siegermächte Sowjetunion, Großbritannien, USA und Frankreich besetzt. Später brach die Allianz der Siegermächte auseinander. Unter der Führung der sich etablierenden Supermächte Sowjetunion und USA mündeten die weltanschaulichen Gegensätze und Machtinteressen der sich bildenden Staatenblöcke in den Kalten Krieg.


Quellen:

1. Wikipedia: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Zweiter Weltkrieg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. [Stand 27.03.2012]

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